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Amanda
Amanda habe nicht ich mir ausgesucht, sondern sie selbst hat beschlossen, dass sie gern bei mir wohnen möchte. Eines verregneten Abends vor vielen Jahren fand ich sie im Hausflur des Mietshauses, in dem ich damals wohnte. Eine ziemlich wohlgenährte und gepflegte Katze, die aber offensichtlich ein bißchen unglücklich war. Sie hat mich überredet, die Nacht in meiner Wohnung verbringen zu dürfen. Eine groß angelegte Umfrage in der Umgebung brachte kein Ergebnis. Da Amanda offensichtlich sehr erleichtert war, ein Dach über dem Kopf und ein weiches Kissen zum Schlafen zu haben, habe ich es nicht übers Herz gebracht, sie wieder auszusetzen. Sie war die genügsamste und gleichzeitig schlaueste Katze, die ich je hatte. Allerdings hat sie bis zu ihrem Tod im (geschätzten) Alter von 18 Jahren nie ganz ihr Mißtrauen gegenüber Menschen abgelegt. Sie genoss zwar Gesellschaft, aber nur in gebührendem Abstand. Ihre früheren Erfahrungen waren wohl nicht die besten, wie ihre panische Angst vor Besen und zusammengerollten Zeitungen gezeigt hat. Wahrscheinlich hatte sie genug von ihrem früheren Zuhause, als sie zu mir kam.

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